RATGEBER/TIPPS

MOOSE UND FLECHTEN AN OBSTBÄUMEN
   
   

Viele Gartenbesitzer beklagen, dass an ihren Obstbäumen, besonders an Apfel-, Birnen- und Kirschbäumen im Stamm- und Gerüstbereich Beläge durch Moose und Flechten entstehen. Betroffen sind überwiegend ältere Bäume mit großen dichten Kronen, die an geschützten Standorten, an Hanglagen und in dichten Bepflanzungen stehen.

Als Ursache ist sicher starker Niederschlag in Herbst- und Wintermonaten, hohe Luftfeuchtigkeit und zu geringe Windbewegung zu benennen. Häufig sind stark bemooste Bäume in Mittelgebirgslagen anzutreffen.

Primär schaden diese Beläge gesunde Obstbäume kaum. Sekundär können natürlich Schädigungen an den Bäumen auftreten. Rindenschädigungen mit Ablösung der Rinde sind bei starker Moos- und Algenbildung zu beobachten.

Ältere Bäume mit starker Borkenbildung und rauer Oberfläche scheinen häufiger betroffen zu sein als jüngere Bäume in einem guten Pflegezustand.
Es kann auch die Ansiedlung von Sekundärpilzen begünstigt werden. Häufig bilden stark bemooste Stämme Unterschlupfmöglichkeiten für tierische Schädlinge. In extremen Fällen kann es zum Absterben des Baumes führen.

Starke Moos- und Algenbildung sollte auf jeden Fall bekämpft werden. Es empfiehlt sich, befallene Stämme und Gerüstastbereiche mit einer harten Bürste von diesem Belag zu befreien. Auch mit Wasserstrahl kann die Belagbildung entfernt werden. Kalkanstrich im Stamm- und Gerüstastbereich erschwert Moos- und Algenbildung.

Vorbeugend sollte dafür gesorgt werden, dass die Bäume eine luftige Krone haben, regelmäßig geschnitten werden und nicht unmittelbar im Bereich dichter Hecken und hoher Nadelgehölze gepflanzt werden. Eine gute Luftzirkulation und ein schnelles Abtrocknen der Bäume nach Tau und Regen beugen bzw. vermindern die Ansiedlung von Moosen und Flechten.

(S. Schnell, E. Walther)

   
   
    « zurück
   
           
   

 

         

nach oben      drucken