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BEDEUTUNG DER STREUOBSTWIESEN DEFINITION STREUOBST STREUOBSTSORTEN DES JAHRES EMPFEHLENSWERTE STREUOBSTSORTEN BROSCHÜREN OBSTWIESENWEG ÄPFEL UND BIRNEN |
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In den zweihundert Jahren bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahmen der Feldobstbau und die damit verbundene Sortenvielfalt einen großen Aufschwung. Eine Fülle von Obstsorten entstand. Dann aber nahm die wirtschaftliche Bedeutung der Obstwiesen zugunsten der besser zu bewirtschaftenden Niederstammanlagen ab. Ein drastischer Rückgang der landschaftsprägenden Streuobstwiesen ist heute zu verzeichnen. Zahlreiche Obstsorten sind damit unwiederbringlich verschwunden, viele stark gefährdet. Mit diesen Obstsorten geht ein bedeutendes Kulturgut mehr und mehr verloren. Der Verband der Gartenbauvereine widmet sich der Erhaltung der landschaftsprägenden Streuobstwiesen und setzt sich für die Erhaltung alter Obstorten ein. Eigens zu diesem Zweck wurde ein Arbeitskreis gegründet. Mitglieder sind die Fachberater für Obst- und Gartenbau Michael Keller, Landkreis St. Wendel, Harry Lavall, Saarpfalz-Kreis, Karl-Heinz Schmitt, Landkreis Merzig-Wadern und Robert Weber, Regionalverband Saarbrücken. Weitere Mitglieder sind Josef Jacoby, Obstbau und Obstbauberatung in Mettlach-Tünsdorf, Herbert Ritthaler, Baumschuler in Hütschenhausen sowie Monika Lambert-Debong, Geschäftsführerin des Verbandes der Gartenbauvereine. Das Sortenerhaltungskonzept des Verbandes der Gartenbauvereine Saarland / Rheinland-Pfalz e.V. beinhaltet neben vielen weiteren Maßnahmen und Projekten, jedes Jahr die Auslobung einer Obstsorte als „Streuobstsorte des Jahres“. Für das Jahr 2012 wurde die Zwetschensorte ´Hauszwetsche´ ausgewählt. Diese Obstsorte, wie auch andere, die in unserer Region gefährdet sind, lohnt es zu erhalten. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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STREUOBSTSORTE
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‚Hauszwetschen‘ sind bezüglich ihres Standortes relativ genügsam. Sie bevorzugen sonnige Standorte mit tiefgründigen, humosen und ausreichend feuchten Böden. Auch für Höhenlagen ist die Sorte geeignet. Im Vergleich zu modernen Zwetschensorten ist die ‘Hauszwetsche‘ eher kleinfrüchtig. Für den Liebhaberobstbau wird die geringe Fruchtgröße durch den hervorragenden Geschmack mehr als wett gemacht. Die Früchte zeigen das zwetschentypische Blau. Das feste, gelbe Fruchtfleisch löst sich gut vom Stein. Der Baum bildet eine hochovale, feinverzweigte Krone. Die ‘Hauszwetsche‘ neigt wie alle Zwetschen dazu, von unten her zu verkahlen. Regelmäßiger Schnitt beugt dieser Eigenart vor. Steinobst – also auch die Zwetsche – sollte im Spätsommer, am besten gleich nach oder sogar während der Ernte – geschnitten werden. Außer für Scharka, eine Viruserkrankung an pflaumenartigem Steinobst, weist die ‘Hauszwetsche‘ keine besonderen Anfälligkeiten gegenüber Krankheiten und Schädlingen auf. Die Zwetschensorte ’Hauszwetsche’ ist in guten Baumschulen erhältlich oder kann dort auf Nachfrage veredelt und kultiviert werden. Oft gefragt: |
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