Herbst

Lästige Essigmücken

Lästige Essigmücken

Der fast schon liebevolle pfälzische Name „Woimiggel“ täuscht daruber hinweg, wie lästig das so bezeichnete, nur zwei Millimeter große Insekt ist: die Frucht-, Obst- oder Essigfliege. Der „Lästling“ aus der großen Drosophila-Familie ist keine Mucke, sondern eine von 50 in Deutschland vertretenen Taufliegenarten. Der Geruch von Vergärendem, Faulenden, aber auch Hefegeruch, Essig und Milchsäure zieht sie geradezu magisch an.

Kirschen einmachen

Kirschen einmachen

Süßkirschen schmecken frisch am besten, Sauerkirschen sind eher Verwertungsfrüchte. Mit etwas Geschick und meist nur wenigen Hilfsmitteln lassen sich aus dem Gartenschatz aromatische Leckereien für den Winter bereiten.

Sonnenkind Basilikum

Sonnenkind Basilikum

Basilikum gehört wegen seines guten Aromas inzwischen zu den beliebtesten Kräutern hierzulande, obwohl es frost- und kälteempfindlich ist und nur bei viel Sonne und Wärme gut wächst (keine Temperaturen längere Zeit unter +10 °C) und die meisten Sorten zudem nur einjährig sind. Um möglich viel Erfolg mit diesem Sonnenanbeter zu haben, muss man einfach nur etwas über seine Anforderungen wissen.

Natur des Jahres 2015

Natur des Jahres 2015

Schmetterling des Jahres
Rotes Ordensband

Foto: M. Hoffmann

In vielen Gegenden Deutschlands verschwindet der Schmetterling aus der Familie der Eulenfalter fast unbemerkt. Sie leiden unter dem Rückgang von Auenwäldern sowie feuchten Laub- und Mischwäldern, in denen Weiden und Pappeln häufig vorkommen, da die Raupen der Roten Ordensbänder sich von Weiden- und Pappelblättern ernähren. Rote Ordensbänder sind von Mitte Juli bis Anfang Oktober nachts unterwegs.

Doch manchmal, vor allem wenn es schwül und warm ist, kann man die Nachtfalter auch tagsüber und in der Abenddämmerung beobachten. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 80 Millimetern gehören sie zu den größten Ordensbändern.

Kirschessigfliege breitet sich zunehmend aus

Kirschessigfliege breitet sich zunehmend aus

« Die Kirschessigfliege hält sich bevorzugt im Schatten auf, typisch sind die schwarzen Punkte auf den Flügeln der Männchen

Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) stammt aus Südostasien und wurde 2008 erstmals in Kalifornien und Spanien nachgewiesen. 2009 gab es erste Funde in Italien, aus Österreich, Deutschland und der Schweiz kamen 2011 Befallsmeldungen. Nach dem milden Winter 2014 hat sich die Population in Süddeutschland so rasant vermehrt, dass im Wein- und Tafeltraubenanbau, bei Brombeeren, Herbsthimbeeren, Blaubeeren, Pflaumen, Aprikosen, Pfirsichen und Holunder regional massive Ernteverluste auftraten. Auch in den Gärten mussten die Obstliebhaber zusehen, wie die invasive Taufliegenart die gesamte Herbsthimbeer-, Kornelkirschen-, Aronia- und Minikiwi-Ernte vernichtete. Der Schädling legt seine Eier selbst in die kleinen Holunderbeeren, in Kermesbeeren, Hartriegel- und Kirschlorbeerfrüchte ab.

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