Sommer

Süßkirschen: köstliche Früchte

Duft und Würze konservieren

« Fest, glänzend, guter Geschmack und selbstfruchtbar: 'Grace Star', hier 1 Woche vor der Vollreife

Kirschen wünschen einen sonnigen Standort, humose, durchlässige, jedoch nicht zu schwere und keine staunassen Böden.

Duft und Würze konservieren

Duft und Würze konservieren

« Zum richtigen Zeitpunkt geerntete und schonend getrocknete Teekräuter bewahren ihre Farbe und ihre Heilkraft

Ob ein klassischer Kräutergarten oder ein Beet mit Heil- und Duftpflanzen, spätestens wenn die Erntezeit begonnen hat, steht man vor der Frage „Wie die Aromen und andere wertvollen Inhaltsstoffe ohne allzu große Verluste konservieren?“

Mistelbefall an Obstbäumen

Massiver Mistelbefall an alten Apfelhochstämmen

« Massiver Mistelbefall an alten Apfelhochstämmen

Dem aufmerksamen Betrachter ist es nicht entgangen: Die Laubholzmistel breitet sich seit einigen Jahren auf den Streuobstwiesen immer mehr aus. Die Bäume (Wirtspflanzen) werden dadurch erheblich geschwächt.

Betroffen sind vor allem Apfelbäume. Birnbäume und Bäume anderer Obstarten sind weniger befallen. Die verstärkte Ausbreitung der Mistel ist zum großen Teil auf mangelnde Kronenpflege zurckzuführen. Im Zuge der früher üblichen regelmäßigen Schnittarbeiten an den Hochstämmen auf den Obstwiesen, wurden auch die Misteln ausgeschnitten und eine weitere Ausbreitung wurde dadurch unterbunden. „Misteln auf Obstbäumen sind gewöhnlich ein Zeichen, dass der Kronenpflege nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt wird,“ schrieb schon Hans Spreng, Kantonale Obstund Gartenbauschule Oeschberg, im 1949 erschienenen Fachbuch „Neuzeitliche Obstbautechnik und Tafelobstverwertung“.
Hat sich die Mistel erst mit auch nur wenigen Pflanzen in einem Baum ausgebreitet, ist es sehr schwierig, sie wieder zurckzudrängen. Bereits 5 bis 10 vom Boden aus gut sichtbare Misteln pro Baum gelten als mittlerer Befall. (Krüger 2015). Die verstärkte Verbreitung ist auch im Zusammenhang mit den höheren durchschnittlichen Jahrestemperaturen zu sehen. Sie wirken zum einen positiv auf die Anwachsraten der Mistelkeimlinge. Zum anderen verweilen Zugvögel in milderen Wintern länger. Zu ihnen zählen auch die an der Verbreitung der Mistel maßgeblichen Arten (Bäuerle 2015).

Natur des Jahres 2018

Vogel des Jahres 2018: Star

« Foto: Georg Dorff

Vogel des Jahres

Star

Der Star (Sturnus vulgaris) ist bekannt als Allerweltsvogel – den Menschen vertraut und weit verbreitet. Doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, der Starenbestand nimmt ab, denn seine bevorzugten Lebensräume nehmen ab. Er benötigt Baumhöhlen zum Brüten und Nahrungsflächen mit kurzer Vegetation, wo er Würmer und Insekten findet.

Parks und Friedhöfe mit ihren zum Teil alten und höhlenreichen Bäumen sowie den kurzrasigen Wiesen stellen wichtige Ersatzlebensräume dar. Garten- oder Hausbesitzer können der Wohnungsnot des Stars mit einem Nistkasten begegnen, naturnah gärtnern und Beeren tragende Gehölze pflanzen und dem Star zu ausreichend Nahrung verhelfen.

Filderspitzkraut: Mehr als Sauerkraut

Auch wenn Tomaten, Gurken und Möhren die Kohlarten in Deutschland längst von den Spitzenplätzen der Top Ten der meist verzehrten Gemüsearten verdrängt haben, beherrscht Sauerkraut unverändert die deutsche Seele. Oder kennen Sie eine Hymne an die Tomate, eine Ode an die Gurke, ein Lied für die Möhre? Dem Filderkraut dagegen ist sogar eine Kantate gewidmet: „Wenn wir dich so in langen Reih’n / ergrünen sehen frisch im Frei’n, / erst nur zwei Blätter, bald ein Schopf / und dann zuletzt ein spitzer Kopf: / Dann denken wir des Bauern gut / der mit Geduld und Miste tut / heraufzieh’n diese edle Pflanze / zum Wohl und Nutzen für das Ganze.“ Dieser „spitze Kopf“ ist es, was den schwäbischen Anbau lange von der Weißkohl-Produktion im übrigen Deutschland abhob – inzwischen ist Spitzkraut in ganz Deutschland verbreitet. Es wurde erstmals 1772 durch den Bernhäuser Pfarrer Bischoff schriftlich erwähnt, dürfte aber noch älter sein: „Das weiße Spitzkraut ist das einzige Kraut, welches hier gepflanzt wird.“ Glaubt man dem Gedicht von Wilhelm Hertig ist es eine Züchtung der Mönche des Klosters Denkendorf im Jahr 1535.

Kraut fand sich erst nur in Hausgärten, ab Mitte des 18. Jh. finden sich Belege über den großflächigen Krautanbau, nach und nach entstanden zahlreiche Sauerkrautfabriken. Seit den 1970er Jahren verlangten die Krautfabriken an Stelle vom delikaten Spitzkraut nur noch Rundkraut, das sich leichter maschinell verarbeiten und länger lagern lässt. Die Organisation Slow Food, die hochwertiges, regionales und saisonales Essen propagiert, hat Spitzkraut 2005 unter dem korrekten botanischen Namen Brassica oleracea var. capitata for. alba subv. conica als sehr geschmackvolle Untervarietät des weißen Kopfkohls ins Programm aufgenommen. Begründung: „Diese einst bedeutende regionale Sorte hat weniger und feinere Blattrippen als Rundkohl, das Blatt ist zarter, feiner und milder im Geschmack.“

VGiD Verband der Gartenbauvereine in Deutschland e.V.

Dachorganisation der Obst- und Gartenbauvereine in Deutschland. Der Verband der Gartenbauvereine in Deutschland setzt sich für die Erhaltung der Gartenkultur und die Pflege der Kulturlandschaft ein. Er ist ein wichtiger Fürsprecher des Freizeitgartenbaus und Partner der Freizeitgärtner.

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