Fruehling

Aromatische Erdbeeren

Aromatische Erdbeeren

Nach der Ernte ist vor der Ernte. Bis September ist Zeit, neue Erdbeeren (Fragaria x ananassa) zu pflanzen oder die Ausläufer der vorhandenen Erdbeeren abzunehmen und neu aufzupflanzen.

Bei der Verjüngung des Erdbeerbeetes stellt sich auch gleich die Frage, welche Sorten man wählen soll. Denn nicht alle Sorten schmecken so gut wie sie aussehen. Viele moderne Sorten sind vor allem auf hohen Ertrag hin gezüchtet, ihr Geschmack ist aber eher mäßig. Dafür sind sie druckfest und lassen sich einfach transportieren, was für die professionellen Erdbeerproduzenten natürlich ein wichtiges Argument ist.
Als das geschmacksmäßige Nonplusultra gilt die historische Sorte 'Mieze Schindler'. Ihre dunkelroten mittelgroßen Früchte haben ein unvergleichliches, an Walderdbeeren erinnerndes Aroma. Kolportiert wird über diese Sorte aber auch, dass sie praktisch schon auf dem Weg vom Beet in die Küche matschig wird. Ein anderer Klassiker, 'Senga Sengana', kam Anfang der Fünfzigerjahre des letzten Jahrhunderts auf den Markt, zunächst vor allem für den professionellen Obstanbau. Schnell eroberte sie aber auch die Hausgärten und wird heute noch häufig angebaut. Ihr Manko ist ihre Empfindlichkeit für Fruchtfäule, vor allem bei ungünstigem Wetter, ihr Geschmack ist gut und erdbeertypisch, jedenfalls wenn sie vollreif geerntet wird.

Kirschessigfliege im Garten

Total vermadete, eingetrocknete Holunderbeeren

Seit 2013 tritt die Kirschessigfliege Drosophila suzukii verstärkt auf und hat sich zu einem wirklichen Problemschädling entwickelt. Vor allem in Süd-, West- und Mitteldeutschland hat sie 2014 große Schäden sowohl im Erwerbsanbau als auch im Haus-und Kleingärten angerichtet. Sie befällt über die Fruchtsaison hinweg unterschiedliche Obstarten, wie Süß- und Sauerkirschen, Zwetschen, späte Erdbeeren, Him-, Brom- und Heidelbeeren sowie Holunder, (blaue) Tafeltrauben, Wildobstarten, wild wachsende Beeren, aber auch Liguster, Mahonien-, Efeu- und Cornusfrüchte. Sie wandert von Generation zu Generation durch die Obst- und entsprechenden Ziergehölzen, von einer Sorte zur nächst reifenden. Zum Glück verschont sie unbeschädigte Äpfel und Birnen. Die Kirschessigfliege legt ihre Eier in intakte, reifende, vor allem aber in kurz vor der Ernte befindliche, gut reife Früchte. In diesen entwickeln sich meist mehrere Larven, die sich in oder an der Frucht verpuppen. Die Fliege ähnelt äußerlich stark den heimischen Frucht- oder Essigfliegen, die jedoch nur überreife und bereits verletzte Früchte befallen. Unter optimalen Bedingungen kann die Kirschessigfliege im Sommer in kurzer Zeit mehrere Generationen durchlaufen. Jede neue Generation befällt dann das aktuell reifende Obst. Sie bevorzugt warm-feuchtes Klima. Bei anhaltender Trockenheit und Temperaturen über 30 °C kann sie sich nicht mehr vermehren. Daher waren die Schäden 2015 hitzebedingt zunächst gering und nahmen erst Mitte September zu. Die feuchtwarme Witterung 2016 hingegen, begünstigte den Befall mit massiven Schäden ab Mitte Juli.

Ausbringen von Nematoden

Nematoden gegen Dickmaulkäfer mit dem AquaNemix ganz einfach ausbringen

Gegen die Larven von Dickmaulrüssler und Gartenlaubkäfer hat sich im professionellen Gartenbau der Einsatz von Nematoden bewährt und auch Hobbygärtner greifen inzwischen gern auf diese Methode zurück.

Naturgemäßer Schnitt von Obsthochstämmen

Naturgemäßer Schnitt von Obsthochstämmen

Die „naturgemäße Krone“ ist seit etwa 100 Jahren ein geläufiger Begriff in der traditionellen Schnittlehre des Obstbaus. Ausgehend von der Schweiz und dort als Oeschbergkrone konsequent weiterentwickelt ist sie auch heute noch die Grundlage einer modernen, baumschonenden und dennoch effizienten Hochstammpflege.

VGiD Verband der Gartenbauvereine in Deutschland e.V.

Dachorganisation der Obst- und Gartenbauvereine in Deutschland. Der Verband der Gartenbauvereine in Deutschland setzt sich für die Erhaltung der Gartenkultur und die Pflege der Kulturlandschaft ein. Er ist ein wichtiger Fürsprecher des Freizeitgartenbaus und Partner der Freizeitgärtner.

Kontakt

Kulturzentrum Bettinger Mühle
Hüttersdorfer Straße 29
66839 Schmelz

06887/90 32 99 9
sal-rlp@gartenbauvereine.de

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