Herbst

Sommerschnitt an Obstgehölzen

Sommerschnitt an Obstgehölzen

« Bei Spalieren werden Ständertriebe pinziert bzw. auf Stummel geschnitten

Unterschiedliche Schnittzeitpunkte haben unterschiedliche Auswirkungen auf das Wachstum von Obstbäumen und Beerensträucher. Der von den meisten Gärtnern praktizierte Winterschnitt fördert das vegetative Wachstum, während der Eingriff ab Juni das Wachstum eher beruhigt. Dies kann bei starktriebigen Gehölzen vorteilhaft genutzt werden. Außerdem ergänzt der Sommertermin den Winterschnitt: Korrekturen können frühzeitig durchgeführt werden.
Vorteile des Winterschnittes liegen in der längeren Zeitspanne für die Durchführung der Schnittmaßnahmen (günstig: Februar bis Ende März), in der freien Zeit aufgrund fehlender anderweitigen Gartenarbeiten, vor allem aber im besseren Erkennen der Struktur der Gehölze im laublosen Zustand und der bereits erwähnten Wuchsförderung schwacher Gehölze. Dennoch bleibt meist zu viel stehen, da die Gehölze kahl sind. Für beide Zeiträume spricht, dass jeweils kranke Triebe an den Gehölzen abgeschnitten werden können, um Ausbreitung von Schaderregern einzudämmen. Im Winter werden zudem Frucht- und eingetrocknete Blütenmumien entfernt, um Fruchtfäulen vorzubeugen Ab Juni können unerwünschte Reaktionen auf den Winterschnitt, wie beispielsweise starkes Triebwachstum durch intensive Eingriffe, reguliert werden. Gleichzeitig können erste kranke Triebe und Früchte entfernt werden. Entscheidende Vorteile der Sommertermine sind die bessere und schnellere Wundheilung – vor allem bei größeren Schnittstellen oder bei sensiblen Arten wie Kirsche, Aprikose oder Walnuss – sowie ein geringer bis fehlender Neuaustrieb. Zudem wird Belichtung und Durchlüftung der Krone verbessert. Insgesamt wirken sommerliche Schnitteingriffe nachhaltiger. Außerdem ist die Wirkung bei den zunehmend langanhaltenden Trockenperioden und immer höherer Temperaturen positiv. Ein lockerer Habitus kann die Gehölze entlasten: sie verdunsten weniger; sie verbrauchen und benötigen weniger Wasser – ein wichtiger Aspekt, wenn nicht zusätzlich gewässert werden kann. Dies wird ergänzend durch eine Fruchtausdünnung bei Überbehang unterstützt.

Manchen Gärtnern hilft der Sommerschnitt auch visuell. Die Intensität des Schnittes erkennt er sofort an der Auslichtungswirkung.

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Kranke Triebe werden beim Sommerschnitt mit entfernt.
Hier Mehltau an Apfel.

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Mit Mehltau befallene Triebe an Johannisbeere werden entfernt

 Zeitiger Sommerschnitt ab Anfang Juni

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« „Wasserschosse“ sollten bereits (Anfang Juni) im krautigen Zustand ausgerissen werden

Der Neuaustrieb ist erfolgt; nun können überzählige junge, krautige, ins Kroneninnere sowie steil nach oben wachsende (Wasserschosse!) und somit nicht benötigte Neutriebe an ihrem Ansatz ausgerissen werden. Das mag unsanft erscheinen, ist jedoch aus verschiedenen Gründen von Vorteil. Die Wunden verheilen durch den aktiven Stoffwechsel während der Vegetation schnell(er); das Wegreißen geschieht zügiger als ein Schnitt mit der Schere und entfernt zugleich Beiaugen, sodass dort im Gegensatz zum Rückschnitt keine neuen, nicht erwünschte Schösslinge entstehen. Ohne Schere werden auch keine Viren oder Bakterien übertragen. Das zeitige Auslichten entlastet das Gehölz: es muss nicht „Kraft“ (Assimilate) in Triebe stecken, die später im Winter eh eliminiert werden. Assimilate und Nährstoffe kommen den verbleibenden Zweigen und Früchten zugute. In Verbindung mit besserer Belichtung und ausgewogenem Wuchs wird die Blütenbildung für das Folgejahr verbessert. So kann eine ausgeprägte Alternanz – zumindest teilweise – gemildert werden. Zudem hilft eine höhere Blütenquote, mit nachfolgend besserem Fruchtbehang, ein zu starkes Triebwachstum zu bremsen.

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« Diese massive „Wasserschossbildung“ hätte durch Juniriss korrigiert werden können

Bei dem zeitigen Sommerschnitt/ -riss muss damit gerechnet werden, dass noch schlafende Augen zum Austrieb angeregt werden. Diese müssen dann später noch entfernt werden. Da die milden Winter die Vegetation verfrühen, kann der Juniriss durchaus auch schon ab Mitte Mai praktiziert werden.

Bei der Intensität des Sommerschnittes ist der Fruchtbehang zu berücksichtigen. Bei starkem Besatz muss dieser ausgedünnt werden (günstig bis Mitte Juni) und dennoch muss ausreichend – eben passend zum Behang – Blattmasse am Baum verbleiben.

 

 

 

Wuchseingriffe

Im Juni können junge Austriebe mit Astklammern oder Schnüren vorsichtig flach gestellt werden. Das Formieren fördert die Umwandlung von Blatt- zu Blütenknospen und wirkt wuchsbremsend.

Acr7191897480192 1045221Auslichten von dichten Beerensträuchern im Sommer macht Sinn »

Sehr massive Schnitteingriffe durch Umpfropfen Ende April/ Anfang Mai lösen meist einen besonders starken Austrieb unterhalb der Veredlungsstellen aus. Die jungen Triebe müssen rechtzeitig und laufend abgestreift werden, um die Wuchskraft in die Edeltriebe zu lenken.

Spaliere bilden mehrmals Oberseitentriebe. Um daraus Fruchtholz zu generieren, können diese Anfang bis Mitte Juni auf Stummel mit 2 bis 3 Blättern zurückgenommen werden. Wenn diese erneut austreiben, werden die Zuwächse dann Ende Juli bis Mitte August pinziert, d.h. die Spitze mit den jüngsten Blättchen wird abgekniffen.

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« Laubarbeiten sind bei Rebstöcken wichtig

Schnitt im Juli

Johannis-, Stachelbeeren, Süß- und Sauerkirschen werden zur bzw. nach der Ernte im Juli geschnitten. Das hat den Vorteil, dass der Fruchtbehang an zu entfernenden Ästen noch genutzt werden kann und die Sträucher bzw. Bäume durch den anschließenden Schnitt lichte Kronen erhalten. An den verbleibenden Teilen legen sich noch Blüten an.

Sind größere Bäume zu beernten, werden zu hohe – etwa armdicke – Äste aus der Krone rausgenommen. 

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« Bei Kiwi werden Peitschentriebe (linke Reihe) bereits im Juni ausgeschnitten (rechte Reihe)

Die Ernte erfolgt dann bequemerweise am Boden. Bei den genannten Strauchbeeren entnehmen Sie 3 bis 4 der ältesten Triebe direkt über dem Boden (auch hier vor dem Abzupfen der Beeren), sowie überzählige, vor allem schwache oder sehr flache Neuaustriebe. Sauerkirschen und die etwas später reifenden Aprikosen und Pfirsiche sind für den Schnitt nach der Ernte auch deshalb dankbar, da sie vorwiegend am einjährigen Holz blühen. Rebstöcke haben nach dem meist praktizierten Zapfenschnitt neue Fruchtruten gebildet. Pro Zapfen bleibt eine Rute stehen – die weitere(n) werden dort an der Basis (besser schon bereits im Mai) ausgerissen. Die verbliebenen Ruten werden spätestens Anfang Juli auf max. 2 Trauben ausgedünnt und etwa 10 bis 12 Blätter über der oberen Traube abgeschnitten. Dichtes Laub an den jungen Trauben wird entblättert: so können die Beeren besser abhärten und Fruchtfäulen vorbeugen.

Bei den Sommerhimbeeren werden die abgeernteten Ruten über dem Boden komplett abgeschnitten; Neuaustriebe auf 8 bis 10 pro laufenden Meter ausgedünnt und angebunden.

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Konkurrenztriebe können
im Juni ausgebrochen werden

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Durch Ausbrechen von Konkurrenz-
trieben frei gestellter Mitteltrieb

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Neuaustrieb vor …

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… und nach dem Ausreißen

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Mitteltrieb mit unerwünschten Seitentrieben vor …

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… und nach dem Ausreißen

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Kräutige Triebe lassen sich gut wegreißen

Später Sommerschnitt im August…

Auch im August bis Mitte September kann geschnitten werden, das ist insofern günstig, weil anschließend kein Neuaustrieb mehr erfolgt und Kernobst besser ausfärben kann. Beachten Sie, dies erst bei nachfolgend bewölkter Witterung auszuführen, damit die plötzlich der Sonne freigelegten Äpfel und Birnen keinen Sonnenbrand erleiden. Zugleich nehmen Sie beschädigte Früchte raus. Je früher Sie dichte Kronen auslichten, desto mehr Blüten können an den verbleibenden Trieben noch angelegt werden.

Auch Zwetschenbestände können bereits ausgeschnitten werden. Wie bei Kirschen ist es vorteilhaft, bei großen Bäumen zu hohe/ zu starke Fruchtäste in der Krone abzuschneiden und am Boden abzuernten.

An frühreifenden Brombeeren können bereits die abgetragenen Ruten über dem Boden abgeschnitten werden. Überzählige Neutriebe werden auf 4 bis 5 Stück reduziert und Ende August auf 2 bis 2,5 m eingekürzt; ebenso die Geiztriebe auf 2 Augen.

Nach Ende September macht es im Normalfall keinen Sinn, Obst- und Ziergehölze zu schneiden; da selbst die kleinen Wunden kaum noch verheilen. Dann ist ein Verschieben auf nächsten Februar oder März anzuraten.

Übrigens können Sommerschnitt und -riss auch bei stark treibenden Ziersträuchern und -bäumen praktiziert werden. Bei Rosen erfolgt der Rückschnitt nach dem 1. Flor auf eine kräftige Knospe oder das berühmte Fünfer-Blatt, damit die Pflanzen wieder gut durchtreiben und neue Blüten hervorbringen.

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Sauerkirschbaum vor …

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… und nach dem Sommerschnitt

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Kopflastige Triebe sollten noch im Sommer
herausgebrochen werden

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Bei Kirschspindeln sollten die Konkurrenztriebe
zur Mitte entfernt oder flach gestellt werden

 


Hubert Siegler,
Bayerische Gartenakademie LWG Veitshöchheim

Schnitt und Erziehung von Beerenobst

Bokashi-Saft

« Brombeerhecke fügt sich idyllisch in diese Gartenszene ein

Strauchbeerenarten müssen ebenso wie Baumobst jedes Jahr geschnitten werden. Nur dadurch sind gute Fruchtqualitäten, ausgeglichene Erträge und ein gut durchlüfteter Bestand zu erreichen. Viele der in den vergangenen Ausgaben erläuterten Schnittregeln können hierbei übertragen werden. Bedeutsam ist, dass Strauchbeeren ein basitonisches Wuchsverhalten besitzen: sie bilden ständig Neutriebe aus der Basis, aus dem Wurzelhalsbereich der Stöcke, die dadurch gut verjüngt werden können.

 

 

Acr7191897480192 2059315« Das Entfernen von flachen, niederliegenden Trieben betont einen straffen Wuchscharakter

Jüngere und ältere Triebe unterscheiden sich u.a. an der Triebfarbe: jüngere sind heller, kaum verzweigt – ältere dunkler, teilweise mit Flechten besetzt und verzweigt.

Straucherziehung von Johannis- und Stachelbeeren …

…ist die früher übliche, heute auch noch überwiegend praktizierte Art der Kultivierung. Eine gute Pflanzqualität besteht aus 5 bis 7 Trieben, die bei wurzelnackter Ware um knapp die Hälfte abgeschnitten werden. Die in Containern angezogenen Jungpflanzen sollten ebenfalls, jedoch nur leicht, eingekürzt werden. Schwache bzw. quer wachsende Triebe werden ganz herausgenommen. Bei Jungpflanzen mit nur 2 bis 3 Trieben empfiehlt es sich, diese auf 3 bzw. 2 Augen stark zurückzunehmen, sodass im folgenden Jahr daraus 6 Triebe entstehen. Eine teurere Jungpflanze mit vielen Trieben bringt somit einen Wachstumsvorsprung von 1 Jahr. Ein weiterer Tipp: auf wuchsschwachen Standorten (leichte, humusarme Böden) sollten Johannis- und Stachelbeeren etwa 5 cm tiefer gepflanzt werden, um die Regeneration aus dem Wurzelbereich zu fördern.

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Schwarze Johannisbeere:
die Anzahl Neutriebe muss drastisch reduziert werden

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Einkürzen anstatt Auslichten –
falsche Schnittmaßnahme!

Acr7191897480192 1045221 « Roter Johannisbeerstrauch vor dem Schnitt …

In den folgenden Jahren ist jährliches Auslichten nach der Ernte oder ausgangs des Winters angesagt! Es werden 2 bis 3 der ältesten Triebe ebenso direkt über dem Boden abgeschnitten wie zu viele (mehr als 3 bis 4) junge, unverzweigte Bodentriebe, die oft weißlich abschiefernde Rindenfetzen aufweisen. Ab dem 2. Jahr bilden sich Seitentriebe, die nur bei einer größeren Länge als 30 cm auf 10 bis 20 cm eingekürzt werden können. Insgesamt sollten Stachelbeeren aus 6 bis 8, Johannisbeeren aus 8 bis max. 10, nicht eingekürzten 1- bis 4-jährigen Haupttrieben bestehen. Sind diese zu lang, so lassen sie sich durch Ableiten auf eine tiefere, nach außen wachsende Seitenverzweigung reduzieren.

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« … und nach dem Auslichten

Mit dieser Anleitung erhalten Sie einen locker aufgebauten, standfesten Busch. Triebe die quer oder flach über dem Boden wachsen oder auch von Mehltau oder Rotpustel befallene Teile werden entfernt. Generelles Einkürzen der Triebe, was immer noch vielfach durchgeführt wird, löst ein nicht erwünschtes Wachstum aus und führt zu einem dichten Triebende. Auch Jostabeeren können nach diesem Schema behandelt werden, jedoch mit weniger Trieben, da sie stärker wachsen. Schwarze Johannis- und Stachelbeeren tragen schon am einjährigen Holz; hier können bereits 3-jährige Triebe nach der Ernte herausgeschnitten werden. Kulturheidelbeeren wachsen nicht so dicht, was ein Entfernen einzelner Tragruten oft erst nach 5 bis 7 Jahren erfordert.

 

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Stachelbeerstämmchen: eine Auflage schützt vor dem Ausschlitzen der Fruchttriebe

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Ausgelichteter Stachelbeerstrauch

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Eintriebige Spindel der Stachelbeere Invicta in 50 cm Abstand

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Eintriebige Johannisbeeren mit jeweils bereist nachgezogenem Neutrieb zum Austausch nach der Ernte

 Johannis- und Stachelbeerstämmchen

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« Stachelbeerstämmchen: lange, hängende und nach innen wachsende Triebe müssen jährlich entfernt werden

Bei dieser insbesondere bei Stachelbeeren, aber auch bei Roten Johannisbeeren aus Gründen der Ernteerleichterung beliebten Form, handelt es sich um Kronenveredlungen. Sie werden in 40 bis 50 cm (Fußstämmchen) oder standardmäßig 80 bis100 cm auf einer wuchsstarken Unterlage (meist Ribes aureum, Goldjohannisbeere; teilweise auch auf Josta) durchgeführt. Das Stämmchen muss an einem Stützpfahl angebunden werden. Wildtriebe an der Unterlage werden bei Erscheinen aus- bzw. weggerissen. Damit die fruchttragenden Triebe an der sensiblen Veredlungsstelle nicht ausbrechen, erhält die Krone eine sie stützende Auflage (Lattengerüst; Staudenringhalter).

Der Pflanzschnitt erfolgt wie beim Strauch: 5 bis 7 Haupttriebe werden um die Hälfte eingekürzt, was diese stabilisiert und zugleich die Verzweigung fördert. Diese Haupttriebe, die etwa den „Leitästen“ bei der Rundkronenerziehung von Obstbäumen entsprechen, dürfen nie ganz entfernt werden, sondern bei Rückschnittmaßnahmen sollten 10 bis 15 cm verbleiben. Die aus ihnen hervorgehenden Verzweigungen bilden 6 bis 8 Kronentriebe, die analog dem Strauch bereits nach der Ernte ausgetauscht werden. Das Auslichten muss auch hier großzügig erfolgen. Triebe der im Wuchs schwächeren Stachelbeeren dürfen durchaus etwas eingekürzt werden; auftretende graubraune Mehltauspitzen müssen herausgenommen werden.

Da Stämmchen keine neuen Bodentriebe bilden können, vergreisen sie im Vergleich zu Sträuchern schneller, was nur ein konsequenter jährlicher Schnitt verzögern kann.

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« Spindel und Hecken bilden Fruchtwände mit besten Qualitäten

Hecken- oder Spindelerziehung

Bei dieser Erziehungsform von Johannis- und Stachelbeeren, die eintriebig (bevorzugt bei Stachelbeeren) oder als 2- bzw. 3-Asthecke erfolgen kann, wird die ursprünglich mehrtriebige Pflanzware je nach Art auf 1 bis 3 stärkere Äste reduziert. Neben Platzersparnis sind bequeme Ernte, gute Belüftung, bessere Fruchtqualitäten und im Vergleich zu Stämmchen die sortenechte Neutriebbildung aus der Basis entscheidende Vorteile. Allerdings benötigen Hecken ein Drahtgerüst; bei einzelnen Pflanzen gewährleisten Tonkinstäbe die erforderliche Stütze. Bodentriebe müssen schon im Mai ausgerissen werden – außer es verbleiben welche zur Nachzucht neuer Haupttriebe, welche nach 4 Jahren die älteren ablösen.

Die im Abstand von 50 cm gepflanzten Eintrieber werden wie eine pyramidenförmige Spindel erzogen. Um den Wuchs des Mitteltriebes zu fördern, wird er im 1. Jahr mehrmals geheftet, 3 bis 4 Konkurrenzaugen zur Terminalknospe ausgebrochen und die unteren Knospen bis 40 cm Höhe über dem Boden entfernt. Im 2. Jahr werden wieder Konkurrenzknospen an der Spitze ausgebrochen. Außerdem achtet man darauf, dass nur alle 15 bis 20 cm ein Gerüstast verbleibt. Der erste Fruchtansatz sollte zu Gunsten des Höhenwachstums entfernt werden. Im folgenden Jahr werden Seitentriebe auf 20 bis 30 cm eingekürzt und ein Bodentrieb zum Auswechseln nachgezogen. Zwei- und Dreiasthecken haben einen Pflanzabstand von 1 bzw. 1,50 m, sodass zwischen jedem Schenkel 50 cm Abstand eingehalten werden können. Stachelbeeren können auch enger gezogen werden. Nach dem Pflanzen (Hinweis: nicht tiefer, sonst verstärkte Bodentriebbildung!) werden 2 Schenkel an der Basis V-förmig, dann senkrecht hochgeleitet und geheftet. Bei der 3-Asthecke wächst der mittlere Trieb gerade, die beiden äußeren werden zunächst im 45 °-Winkel, ab dem 1. Draht dann senkrecht gezogen. Um vertikal wachsenden „Reitertrieben“ vorzubeugen werden die Knospen an den schräg geleiteten Trieben und der Basis des Mittelastes ausgebrochen.

Zur Förderung der Fruchtqualität werden fruchtende Seitentriebe auf 10 bis 15 cm und zu dicht übereinanderstehende Verzweigungen auf kurze Stummel eingekürzt. Profis belassen nur 8 bis 10 einjährige Seitentriebe pro Schenkel und schneiden diese nach dem Fruchten auf nur 1 cm zurück. So fruchten die im Frühjahr 2019 auf Zapfen geschnittenen und daraus 2019 gebildeten Neutriebe im Sommer 2020. Für regelmäßige Erträge werden die Fruchttriebe die 2019 getragenen haben in 2020 auf 1cm abgeschnitten für den Behang in 2021.

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Johannisbeeren als eintriebige Spindel, 2- und 3-Ast-Hecke

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Bodentriebe – hier bei 3-Asthecke – werden am besten herausgerissen

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3-Asthecke Johannisbeere ‘Rovada‘

Brombeeren und sommertragende Himbeeren

Diese Beerenarten bilden im 1. Jahr neue Ruten, die an einem Drahtrahmen fixiert werden, im folgenden Sommer fruchten, danach absterben und sodann über dem Boden abgeschnitten werden. Der Pflanzabstand beträgt bei Brombeeren mit V-förmig fächerartiger Erziehung etwa 1,5 m, bei Spaliererziehung mit längeren Ranken ca. 3 m. Aus den alle 40 cm gesetzten Himbeerjungpflanzen entstehen in den nächsten Jahren dichte Hecken, bei denen die Tragruten auf 10 bis 12 pro laufendem Meter ausgelichtet und Ausläufer abgestochen werden.

Der Schnitt gestaltet sich somit sehr einfach. Wie bei anderen Obstgehölzen müssen neben zu schwachen stets kranke Ranken herausgenommen werden. Bei Brombeeren achten Sie darauf, dass je 4 bis 5 Trag- und Neuruten verbleiben. Stehen in einem Jahr zu viele, bilden sich im nächsten Jahr wenige, dafür sehr starke neue Ranken, welche anfälliger sind für Risse und Krankheiten. Umgekehrt sollten zu schwache Ruten bevorzugt entnommen werden.

Es empfiehlt sich, an den neuen Brombeerruten Höhenbegrenzungen auf 2 bis 2,25 m und Seitenverzweigungen auf 2 Augen erst ab Anfang September (nicht früher, sonst Neuaustrieb) zurück zu schneiden. Bei den Himbeeren werden zu lange Ruten erst über Winter abgeschnitten.

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Die abgestorbenen Brombeerruten (hier V-förmige Erziehung)
werden bodennah abgeschnitten

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Brombeerfächer im Abstand 1,5 m mit 4 bzw. 5 in der Höhe
und an den Seitentrieben eingekürzte Tragruten

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Sommerhimbeeren, nach der Ernte auf 10 Ruten pro lfm
ausgelichtet

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Im Winter auf ca. 2,25 m abgeschnittene Tragruten
sommertragender Himbeeren

Herbsthimbeeren

Sorten wie 'Autumn Bliss', 'Himbo Top', 'Polka' tragen bereits am Neutrieb und werden bevorzugt einjährig kultiviert. Auch sie werden zunächst in 40 cm Abstand gepflanzt. Daraus entwickelt sich ebenfalls eine Hecke, die für gute Früchte am besten einreihig (maximal als schmales Band) gehalten wird und 12 bis 15 Ruten pro laufendem Meter haben sollte.
Ende Februar wird der Bestand komplett über dem Boden abgeschnitten, auf entsprechende Rutenzahl ausgelichtet und Ausläufer abgestochen. Es bilden sich neue Ruten, deren Früchte ab August reifen. Da die Triebe nicht so stark wachsen, kann ein Drahtgeflecht, das von Querjochen gehalten wird, als einfache Stütze dienen. Bei Herbsthimbeeren in einjähriger Kultur kommen die bei den Sommersorten gefürchteten Rutenkrankheiten nicht vor. Wenn Herbstsorten aber wie Sommerhimbeeren, d. h. zweijährig kultiviert werden, kann dieser Schaderregerkomplex auch die Herbstsorten befallen.
Die neu gezüchteten Herbstbrombeeren werden analog behandelt, dabei werden jedoch weniger Ruten pro laufendem Meter belassen.

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Die gelben abgetragenen Brombeerranken
werden nun bodennah abgeschnitten;
es verbleiben 4 (grüne) Jungruten

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Seitentriebe von Brombeeren können ab September
auf 2 Augen zurückgenommen werden

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Herbsthimbeeren in einjähriger Kulturweise mit Drahtgeflecht
zum Stützen der Ruten

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Herbsthimbeeren in einjähriger Kultur werden ausgangs
des Winter bodennah abgeschnitten

 

 


Hubert Siegler,
Bayerische Gartenakademie LWG Veitshöchheim

Obstgehölzschnitt Spindel: Erziehung und Schnitt

Bokashi-Saft

« Kirschen-Spindel 5. Jahr

Für die Erziehungsform Spindel bieten sich idealerweise Buschbäume mit Stammhöhen von 60 bis 80 cm auf schwachen, ggf. mittelstarken Veredlungsunterlagen an. Im Gegensatz zu Halb- und Hochstämmen mit Rundkronen können Spindelbäume im Garten enger gepflanzt werden. Sie kommen mit Pflanzabständen von 2 bis 3 m bei Kernobst und 3 bis 4 m bei Kirsche oder Zwetsche zurecht und so finden mehrere Bäume einer oder auch verschiedener Obstarten Platz. Auf die Grundfläche einer Rundkrone von 8 m Durchmesser mit ca. 50 m² passen theoretisch 7 als Spindel erzogene Bäume (schwache Unterlagen) mit je 3 m Durchmesser bzw. je 7 m² Grundfläche. Im Erwerbsobstbau werden die Bäume recht dicht, mit sehr engen Distanzen gepflanzt, im Hausgarten sollte mit weiteren Abständen gearbeitet werden, damit der Schnitt auf Grund der pyramidalen Wuchsform nicht allzu intensiv ausfallen muss. Außerdem sorgt eine gute Belichtung und Belüftung für weniger Schattenfrüchte und geringeren Pilzbefall.

Tabelle

Seit ca. 25 bis 30 Jahren finden auch schwachwuchsinduzierende Unterlagen aller Baumobstarten stärkeren Einzug in die Haus- und Kleingärten. Diese sorgen in Kombination mit der Spindelerziehung („dem Profi-Obstbauer nachgemacht“) für kleine Baumformen. Sie kommen früh in den Ertrag, liefern gute Fruchtqualitäten, lassen sich leichter, v.a. bequemer ernten und schneiden oder auch mit Netzen schützen. Diese Vorteile überwiegen gegenüber den Nachteilen wie begrenzter Lebensdauer, ausreichender Bewässerung bei Trockenheit, lebenslanger Stützpfahl für Apfel, Birne und den empfehlenswerten Einsatz von Drahtkörben gegen Wühlmäuse (v.a. beim Apfel).

Spindelerziehung hält Buschbäume klein

Von der Spindel gibt es viele Variationen. Gute Erfahrungen liegen in der Lehranstalt Veitshöchheim mit dem „Central-leader“-system vor, das der ehemalige Kreisfachberater für Obstbau am Landratsamt Forchheim, Tobias Vogel, entwickelt hatte und das besonders bei Steinobst von der Obstpraxis übernommen wurde. Diese Form, die sich auf alle Baumobstarten übertragen lässt, bedeutet sinngemäß, dass die Mittelachse des Baumes (der Stamm) dominiert – die Seitenäste jedoch schwach im Wuchs und somit untergeordnet sein sollen. Dies erreicht man, indem man die Seitenäste formiert, d.h. waagerecht stellt im Astabgangswinkel von ca. 75 bis 80° (90° muss nicht sein, denn der Fruchtbehang drückt nach unten. Außerdem geht die Wuchskraft bei 75 bis 80° nicht gegen null). Entgegen früher üblicher Praxis werden die flach gestellten Seitenäste nicht eingekürzt, was wiederum die Blütenknospenbildung anregt. Dadurch vermindert sich zugleich das vegetative (Trieb-) Wachstum. Außerdem schlitzen flache – im Gegensatz zu steil abgehenden Ästen – nicht aus und die Gefahr der Gummiflussbildung bei Steinobst wird ebenfalls deutlich reduziert. Die Seiten-(Frucht-)äste zeigen „wie eine Tanne“ in alle Richtungen. Typisch für diese Central-leader-Form ist auch eine etagenförmige Astserie in pyramidal aufgebauter Krone, welche eine gute Belichtung – und somit Vitalität – der basalen Äste gewährleistet. Eine Überbauung der Spitze gilt es durch Ableiten zu hoher bzw. zu langer Triebe zu vermeiden. Durch den etagenweisen Aufbau gelangt Licht und Luft bis zur Mitte des Baumes.

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Spindel vor dem Anschnitt

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Spindel nach dem Anschnitt

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Mitteltrieb einer junger
Spindel mit ausgebrochenen
Konkurrenzknospen
und formierter junger
Seitentriebe

Grafik1

Grafik2

Behandlung je nach Baumqualität

Topazspindel auf M9 im 3. Standjahr »Siegler 3

Für die Spindelerziehung gut geeignet sind zweijährige, bereits gut verzweigte Veredlungen auf den aufgeführten Unterlagen (Veredlungsstelle ca. 15 bis 20 cm über dem Wurzelhals). 3 bis 4 nicht zu starke Seitentriebe, die sich möglichst in 60 bis 80 cm Höhe befinden sollten, werden flach gestellt. Dies kann mit kleinen Gewichten, Schnüren oder Astklammern erfolgen. Astklammern hat man früher selbst aus Draht gebogen. Heute gibt es diese aus Kunststoff (z.B. Astfix) im Handel. Schnüre befestigt man am äußeren Drittel des Seitenzweiges und das andere Ende am Stamm. Hinweis: wegen der Gefahr des Einwachsens die Knoten nicht zu eng zurren bzw. die Schnur nach 1 Jahr entfernen. Der Konkurrenztrieb muss stets weggeschnitten werden. Der Mitteltrieb wird nur eingekürzt, wenn seine Länge mehr als 70 bis 80 cm über dem obersten der flach gestellten Seitentriebe misst. Ansonsten bleibt er wie die flach gestellten Verzweigungen ungeschnitten. Damit keine steil und stark wachsenden Neutriebe an der Mittelachse entstehen, werden dort ca. 4 bis 5 Konkurrenzknospen unterhalb der Mittelknospe mit dem Finger ausgebrochen (unabhängig davon, ob ein Anschnitt der Mitte erforderlich war oder nicht). Dies geschieht ca. Mitte bis Ende März, wenn die Knospen angeschwollen sind.
Haben Sie einen Jungbaum ohne bzw. mit nur 1 bis 2 Seitentrieben erworben, so gehen Sie wie folgt vor: Die 1 bis 2 Seitentriebe werden bis auf einen kleinen Stummel, der nur auf der Unterseite ein nach außen zeigendes Auge aufweist, abgeschnitten. An diesem Auge entsteht im 1. Standjahr in der Regel ein flacher Seitentrieb. Die Mitte wird in ca. 1 bis 1,25 m Höhe angeschnitten; 3 bis 4 der obersten Knospe folgende Augen werden weggebrochen, so dass neue Seitentriebe in 70 bis 90 cm Höhe entstehen können.

Siegler 4

« Zwetsche 'Toptaste' , Spindelerziehung im 4. Standjahr

Trick: Wäscheklammermethode

Dem Ziel, flach wachsende Seitentriebe zu erhalten, muss nachgeholfen werden. Am einfachsten geschieht dies, wenn der Neuaustrieb 5 bis max. 7 cm („so lang wie eine Wäscheklammer“) gewachsen ist. Dann wird über diesem jungen Seitentrieb vorsichtig eine Wäscheklammer waagrecht angebracht. Diese drückt den krautigen Neutrieb flach, so dass dieser im ca. 90°-Winkel abgeht, was dessen Wuchskraft bremst. Längere Seitentriebe können von den Wäscheklammern nicht mehr nach unten gedrückt werden – hier müssten Schnüre oder Astklammern vorsichtig angebracht werden. Wäscheklammern haben den Vorteil, dass sie Unterschlupf für Ohrwürmer bieten, die dann zugleich Blattläuse an den Jungtrieben verzehren. Nach 4 Wochen kann die Wäscheklammer entfernt und als kleines Gewicht an die Seitenzweigspitze gehängt werden.

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Durch Ableiten klein und schmal gehaltene Süßkirschenspindel »

Behandlung nach dem 1. Standjahr

Der Neuzuwachs der Mitte wird angeschnitten, wenn dieser mehr als 60 bis 70 cm beträgt. 3 bis 4 nach unten folgende Augen werden wieder ausgangs des Winters weggebrochen. Die verbleibenden Knospen des Mitteltriebes treiben aus und werden im Mai wiederum „geklammert“. Entfernen sie spätestens jetzt auch die Schnüre des Vorjahres!
Die nächstfolgende, 1 Jahr jüngere Triebetage ist schmaler als die im Vorjahr gewachsene. So entsteht ein pyramidenförmiger Aufbau. Seitentriebe bleiben weiterhin ungeschnitten.
In den nächsten 2 Jahren verfährt man am besten noch ebenso. Dann ist die Jugendphase abgeschlossen.

Rückschnitt

Sobald der Baum nach einigen Jahren doch zu hoch geworden ist (z.B. 3,50 m), wird der Mitteltrieb über einem flachen Seitentrieb abgenommen (abgeleitet). Wenn dies bei Steinobst bereits zur Ernte erfolgt, entsteht im Folgejahr ein moderater Neuaustrieb an der Mittelachse. Nach der Ernte können auch zu lange und hoch wachsende Seitentriebe zurück genommen werden. Achten Sie stets auf stark wachsende Seitenäste, da sie in der Wuchskraft gefördert werden, sich stärker verzweigen und die Krone verdichten: Nach Fritz Zahn, dem ehemaligen Obstbau- fachberater an der Niederelbe, dürfen sie maximal halb so stark sein wie der Durchmesser der Mittelachse an der Stelle, an der die Verzweigung entstanden ist. Keine Angst, wenn Sie dadurch einen „schönen Ast“ opfern müssen! Durch die bessere Belichtung im Kroneninneren können schlafende Augen am Stamm zum Neuaustrieb angeregt werden. Entfernen Sie nicht zu viel Holz auf einmal – verteilen Sie stärkere Schnitteingriffe auf mehrere Jahre! Dadurch bleibt der Baum im Gleichgewicht. Achten Sie stets darauf, dass keine überbauten Kronen entstehen und halten Sie die Pyramidenform ein (unten breit – oben schmal). Dann werden Sie viel Spaß mit den kleine(re)n Obstbäumen auch in Ihrem Garten haben, vor allem dann, wenn Sie bei der Sortenwahl berücksichtigen, dass frühreifende Süßkirschen wie 'Burlat', 'Johanna', 'Merchant', 'Celeste' (= zudem selbstfruchtbar) madenfrei bleiben bzw. bei Äpfeln auf schorftolerante Sorten zurückgreifen!

Hubert Siegler,
Bayerische Gartenakademie LWG Veitshöchheim

Natur des Jahres 2020

Vogel des Jahres 2019: Feldlerche

Giftpflanze des Jahres

Die Tollkirsche

Die sehr giftige krautige Pflanze Schwarze Tollkirsche (Atropa bella-donna) ist im Wald relativ häufig zu finden. Sie zählt in einer Hitliste der giftigsten Pflanzen mit zu den Top-Ten. Diese oft etwa 1,50 m hohe Pflanze gehört zu den Nachtschattengewächsen und ist daher schon allein von ihrer Größe her augenfällig.

Die Blüten erscheinen zwischen Juni und August. Sie entwickeln sich zu Beeren, die im unreifen Zustand grün sind und sich bei Reife auffallend schwarz-glänzend verfärben. Die eigentlichen Früchte sind kleine Samen in der Beere. Vögel nehmen die Beeren auf und scheiden sie nach dem Passieren des Verdauungstraktes an anderer Stelle wieder aus – eine häufige Vermehrungs- und Verbreitungsstrategie von Pflanzen. Die Tollkirsche kommt in ganz Europa auf besser nährstoffversorgten Standorten an lichten Stellen bzw. in Waldlichtungen oder an Waldrändern vor.

Wie so oft liegen Giftigkeit und Heilwirkung eng beieinander bzw. es ist eine Frage der Dosis: der Wirkstoff Atropin ist in der Augenheilkunde bekannt als pupillenerweiterndes Medikament.

Obstgehölzschnitt Rundkronen bei Hoch- und Halbstämmen

Bokashi-Saft

« Eine gute Hochstammstammqualität bietet optimale Leitäste (Foto: Siegler)

Obstbäume werden ganz unterschiedlich geschnitten und können zu verschiedenen Baumformen erzogen werden. Allerdings kristallisieren sich je nach Unterlage zweckmäßige Schnittformen heraus.

Rundkronen bieten sich für Halb- und Hochstämme auf starkwachsenden Unterlagen (Sämlinge aller Obstbaumarten, bei Apfel auch die Unterlagen M25 und A2; bei Pflaumen/Zwetschen auch Myrobalane) an. Denkbar sind auch Spalierformen und, eher theoretisch, kommen auch Spindelformen in Frage. Wer sich bei stark wachsenden Unterlagen aber dafür entscheidet, muss sich aber darüber im Klaren sein, dass durch die starke Wuchskraft der Unterlagen ein erheblichen Schnitt-, Formier- und Bindeaufwand betrieben werden muss.

Für Buschbäume auf schwachen Veredlungsunterlagen hingegen ist die Spindelerziehung prädestiniert. Spalierformen wären möglich, jedoch dann mit begrenzter Lebensdauer. Für längere Standzeiten der oft mit viel Aufwand erzogenen Spaliere sind mittelstarke Unterlagen von Vorteil.

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Pflanzschnitt mit 4 Leitästen. Die 2 verbliebenen dünneren Trieben fungieren als Fruchtäste und  könnten ebenfalls entfernt werden (Foto: Siegler) »

Pflanzschnitt für die Rundkronenerziehung

Ohne Pflanzschnitt bilden die oft starken, vielfach steil stehenden Triebe des Jungbaums eine dichte Krone mit langen, dünnen Ästen und nur verminderter Verzweigung: ausreichendes Fruchtholz fehlt. Außerdem vergreist der Baum; die dichte Krone fördert (Pilz-) Krankheiten und Schattenfrüchte. Die daraus resultierende ungünstige Grundstruktur lässt sich auch später kaum oder nur mit viel Aufwand verbessern. Steile Äste neigen darüber hinaus zum Ausschlitzen und bei Steinobst zu stärkerer Bildung von Gummifluss.

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5. Standjahr vor dem Schnitt
(Foto: H. J. Bannier)

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5. Standjahr nach dem Schnitt
(Foto: H. J. Bannier)

Der Anschnitt der Kronentriebe zur Pflanzung ist aus mehreren Gründen wichtig. Er stellt wieder ein Gleichgewicht zwischen oberirdischen Baumteilen und dem Wurzelkörper her, da durch das Roden wurzelnackter Gehölze ein Großteil der Wurzeln entfernt wurde. Auch bei der Anzucht in (Groß-) Containern besteht ein Missverhältnis. Besonders wichtig ist, dass durch Pflanzschnitt und Erziehung die Kronenform des Baumes festgelegt wird: neben dem Mitteltrieb mit drei oder vier Leitästen, die im 45 °-Winkel eine breitere Krone ausbilden im Vergleich zu einer Astabgangsstellung von 30 bis 35 °.

Siegler 2« Drei in Position gebrachte Leitäste auf Saftwaage angeschnitten; die Mitte eine Scherenlänge darüber (Foto: Siegler)

Bei stark wachsenden Obstarten bzw. Sorten und wüchsigen Standortbedingungen ist eine Krone aus 3 Leitästen, die als „Mercedes-Stern“ gleichmäßig verteilt angeordnet werden, zweckmäßig. Belichtung und Belüftung werden begünstigt und später das Anlegen der Leiter für Schnitt und Ernte vereinfacht. Rundkronen müssen das Gewicht größerer Mengen an Früchten tragen. Entsprechend starke Leitäste können nur durch mehrjähriges Anschneiden erzielt werden. Da beim Pflanzschnitt der Konkurrenz- und unpassende Seitentriebe entfernt werden, sollte eine gute Baumqualität aus mindestens 5, besser 6 bis 7 Verzweigungen bestehen. Die ausgewählten Leitäste, die möglichst nicht einem Quirl, sondern höhenversetzt entspringen, werden vor jeglichem Anschnitt erst in „Position“, also in gleiche Astabgangswinkel gebracht, um gleichmäßige Wuchskraft zu generieren. Dabei werden flachere Seitenäste hochgebunden, steile Seitenäste werden durch Abspreizen/Abbinden in die günstige 45 °- Position gebracht. Nun kann der berühmte Schnitt auf „Saftwaage“ erfolgen: um einen gleichmäßig starken Neuaustrieb zu erzielen, werden alle Leitäste auf derselben horizontalen Höhe auf ein nach außen zeigendes Auge angeschnitten.

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Ohne weiteren Erziehungsschnitt hat dieser Hochstamm lange, unstabile, mit überreichem Fruchtholz besetzte Triebe in dichter Krone ausgebildet (Foto: Siegler) »

Beim Abschneiden orientiert man sich am schwächsten Seitenast, der ca. ein Drittel zurückgenommen wird – bei schwach wachsenden Sorten bis zur Hälfte. Als weiteres Maß für den Rückschnitt kann man vom Stamm aus bis zur zehnten gut entwickelten Knospe zählen. Wichtiger als mit einer „visuellen Wasserwaagen“-Anschnitthöhe ist das nach außen gerichtete Auge. Dort darf wegen möglichen Eintrocknens nicht zu knapp und nicht zu schräg über der Knospe abgeschnitten werden. Der Mitteltrieb wird etwa eine Scherenlänge über den Seitenästen, die dann einen 120 °-Winkel bilden, eingekürzt. Bleibt die Stammverlängerung zu lang, wachsen die Leitäste auf Grund der einsetzenden Spitzenförderung der Mitte schwächer.

 

 

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« Eine locker aufgebaute Krone sichert gute Erträge. Hier ein ̕Topaz̕-Halbstamm im 7. Standjahr (Foto: Siegler)

Erziehungsschnitt in den Folgejahren

Auch wenn der Anschnitt auf Saftwaage fachgerecht durchgeführt wurde, kann der Neuaustrieb von Leitästen und Mitte ungleich erfolgen. Daher werden auch im 2., 3. und 4. Standjahr die Leitäste in eine 45 °-Position gebracht, auf gleicher Höhe eingekürzt und deren Konkurrenztriebe sowie nach innen wachsende Schösslinge am Astring entfernt. Nur tiefer stehende, nach außen gerichtete Zweige, bleiben. Sie werden jedoch nicht eingekürzt und ggf. durch Herunterbinden flach gestellt, sodass sie im laufenden und in den kommenden Jahren Fruchtholz bilden können. Fruchtäste dürfen Leitäste nicht überragen! Die jährlich analoge Behandlung mit Anschnitt der Leitastverlängerungen (auf „Saftwaage“) und des Mitteltriebes wird solange fortgesetzt, bis eine gleichmäßig ausgebildete, ausreichend stabile, dennoch durch Entfernen von Wasserschossen und der nach innen wachsenden Triebe „luftige“ Krone entstanden ist.

Inzwischen sollte genügend Fruchtholz entstanden sein: guter Ertrag bremst das vegetative Wachstum zusätzlich. Nun beginnt die Phase des „ruhigeren“ Baumes.

Früher wurde zum Teil auch eine zweite Leitast-Ebene angelegt, deren Hauptäste kürzer und in Lücke zur unteren Partie angeordnet sein mussten. Dies führte zwangsläufig zu dichteren, schlecht belichteten Kronen und erhöhtem Schnittaufwand. Da die Nachteile überwiegen, kann auf diese zweite Etage verzichtet werden.

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Bei dieser Birne wurde nicht
formiert, sie wächst zu steil
(Foto: Buchter-Weisbrodt)

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Ständiges Einkürzen der Triebe führt zu
dichten Kronen. Früchte bleiben meist
aus (Foto: H. J. Bannier)

Eine abgewandelte Erziehungsmöglichkeit von rundkronigen Halb- und Hochstämmen ist die Hohlkrone, bei welcher der Mitteltrieb herausgenommen wurde. Die Leitäste bilden eine „schüsselförmige“, in der Natur nicht vorkommende und somit atypische Kronenform, die höchstens bei lichtbedürftigen Obstarten wie Pfirsich und Aprikose eine gewisse Berechtigung hat. Bei Apfel, Birne, Zwetschen und Kirsche wirkt die Hohlkrone doch sehr fremd. Außerdem neigen die Seitenäste dazu, nach innen zu wachsen und die Lücke der fehlenden Mitte zu schließen.

Überwachungs- und Pflegeschnitt

Der Baumaufbau ist abgeschlossen; die Ertragsphase hat bereits eingesetzt. Triebe werden jetzt kaum noch angeschnitten. Es gilt, sich überlappende oder kreuzende, sowie kranke und nach innen wachsende Teile zu entfernen. Hängendes Fruchtholz, welches am Scheitelpunkt neue Verzweigungen auslöst, wird an diesen Stellen abgenommen („aufgeleitet“). Dies fördert neben der Qualität des Obstes die Belichtung und Durchlüftung.

Ein wichtiges Augenmerk ist auf eine oft vorhandene Überbauung der Baumspitze zu legen. Außerdem dürfen am Mitteltrieb nicht zu viele Verzweigungen verbleiben. Diese sollten locker angeordnet sein, bei möglichst flachem Astabgang. Wird die Krone zu hoch und zu breit, kann ihr Ausmaß durch Ableiten bereits rechtzeitig – mit dann noch kleinen und besser verheilenden Schnittwunden – reduziert werden. Das oft durchgeführte Einkürzen („schnippeln“) muss ebenso unterbleiben wie Schnitte auf Stummel. Beides führt nur zu dichten, wüchsigen Kronen, die wiederum mit erheblichem Zeitaufwand korrigiert werden müssen.

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70-jähriger Boskoop: lockere Krone nach
fachgerechtem Schnitt (Foto: Siegler)

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Im Sommer nach fachgerechtem Schnitt:
Vollbehang und keine Wasserschosse!
(Foto: Siegler)

Ein gutes Motto lautet: Triebe entweder ganz entfernen oder lang lassen (nicht einkürzen!). Sinnvoll ist es, jährlich nur die notwendige Auslichtung vorzunehmen, was den Baum in seinem Gleichgewicht hält, als alle 5 bis 6 Jahre „Hauruck“-Aktionen durchzuführen, welche dann stärkere Eingriffe erfordern.


Gute Informationen liefert die Video- Schnittserie der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), 53179 Bonn: https://www.youtube.com/watch?v=I4hOfziM-Rs.


Neben den Grundlagen werden in weiteren Beiträgen Pflanz- und Erziehungsschnitt, Maßnahmen zur Erhaltung und Verjüngung älterer Bäume, sowie der Sommerschnitt praxisnah vorgeführt.

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In der Ertragsphase werden die Triebe nicht mehr
angeschnitten, überlappende oder kreuzende und
nach innen wachsende Äste werden entfernt
(Foto: Siegler)

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Auch hängendes Furchtholz wird am
Scheitelpunkt abgenommen, Licht und Luft
muss in die Baumkrone (Foto: Siegler)

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Dieser Apfelhochstamm hat einen optimalen
Baumaufbau (Foto: H. J. Bannier)

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Sinnvolle Überwachungs- und Pflegeschnitte
sichern nun einen regelmäßigen Ertrag
(Foto: H. J. Bannier)

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« Alter Birnbaum ein Jahr nachdem ein fachgerechter Schnitt
ausgeführt wurde (Foto: Siegler)

Verjüngungsschnitt

Wurden Bäume nicht regelmäßig oder fehlerhaft geschnitten oder sogar falsch erzogen, ist die Struktur des Baumes kaum mehr sichtbar. Kronen sind dann oft ungleich ausgebildet, vor allem aber zu hoch, zu dicht, überbaut, mit beginnender Verkahlung und hängendem Holz. Die allgemeine Vitalität des Baumes lässt ebenso nach wie die Fruchtqualität durch altes, vergreistes Fruchtholz mit schwachen, unterernährten Blütenknospen. Nun müssen gezielte Schnitteingriffe für Abhilfe sorgen.

Siegler 11« Zu dichte Krone: Nach starkem Schnitt darf die Nachbehandlung, bestenfalls gleich im Sommer, nicht vernachlässigt werden (Foto: Siegler)

Für die Wiederherstellung einer intakten Baumform sollten Sie dabei mehrere Jahre einplanen. Sägen Sie zunächst im Spitzenbereich einige sehr lange, ausladende sowie senkrecht wachsende, etwa gut armstarke Triebe an ihren Ansätzen oder über einer basisnahen Verzweigung ab. Dies kann bei Kirschen, Mirabellen, Frühzwetschen, Aprikosen und Pfirsichen bereits zur Ernte erfolgen, wo praktischerweise die Leiter bereits angelegt ist. So kann das Pflücken der Früchte bequemerweise am Boden erfolgen. Bei guter Schnittführung und ggf. Nachbehandlung (z.B. Schnittränder mit Messer/Hippe glätten) verheilen die Wunden bei dieser Sommeraktion besser und beruhigen das Wachstum. Dabei gilt es, sehr große Schnitt- und Sägestellen z.B. durch Ableiten zu verhindern, gezielt zu arbeiten und einen starken Rückschnitt großer Kronen nicht in einem Mal durchzuführen. „Mit wenigen Schnitten – viel erreichen“ lautet die Devise!

Siegler 12Kappschnitt ohne Nachbehandlungen in den Folgejahren führt wieder zu hohen
und dichten Kronen (Foto: Siegler) »

Beim notwendigen Auslichten werden hängende, überlappende wie auch kranke Triebe entfernt. Weitere größere Eingriffe erfolgen dann in den nächsten Jahren. So treibt der Baum jeweils moderat, bleibt in seiner Form und seinem physiologischen Gleichgewicht –zumindest weitgehend.

Der Verjüngungsschnitt soll das vegetative Wachstum anregen. Wasserschosse wie auch unerwünschte, nach innen strebende Triebe empfiehlt es sich, bereits im Juni auszureißen. Stehen bleiben nach außen gerichtete Jungtriebe, an denen sich später neues Fruchtholz bildet. Somit wird auch die Ertragszone in tiefere Kronenpartien verlagert.

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Alles richtig gemacht! Man darf sich auf
die Ernte freuen (Foto: H. J. Bannier)

Hubert Siegler,
Bayerische Gartenakademie LWG Veitshöchheim

VGiD Verband der Gartenbauvereine in Deutschland e.V.

Dachorganisation der Obst- und Gartenbauvereine in Deutschland. Der Verband der Gartenbauvereine in Deutschland setzt sich für die Erhaltung der Gartenkultur und die Pflege der Kulturlandschaft ein. Er ist ein wichtiger Fürsprecher des Freizeitgartenbaus und Partner der Freizeitgärtner.

Kontakt

Kulturzentrum Bettinger Mühle
Hüttersdorfer Straße 29
66839 Schmelz

06887/90 32 99 9
sal-rlp@gartenbauvereine.de

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