Herbst

Kirschessigfliege im Garten

Total vermadete, eingetrocknete Holunderbeeren

Seit 2013 tritt die Kirschessigfliege Drosophila suzukii verstärkt auf und hat sich zu einem wirklichen Problemschädling entwickelt. Vor allem in Süd-, West- und Mitteldeutschland hat sie 2014 große Schäden sowohl im Erwerbsanbau als auch im Haus-und Kleingärten angerichtet. Sie befällt über die Fruchtsaison hinweg unterschiedliche Obstarten, wie Süß- und Sauerkirschen, Zwetschen, späte Erdbeeren, Him-, Brom- und Heidelbeeren sowie Holunder, (blaue) Tafeltrauben, Wildobstarten, wild wachsende Beeren, aber auch Liguster, Mahonien-, Efeu- und Cornusfrüchte. Sie wandert von Generation zu Generation durch die Obst- und entsprechenden Ziergehölzen, von einer Sorte zur nächst reifenden. Zum Glück verschont sie unbeschädigte Äpfel und Birnen. Die Kirschessigfliege legt ihre Eier in intakte, reifende, vor allem aber in kurz vor der Ernte befindliche, gut reife Früchte. In diesen entwickeln sich meist mehrere Larven, die sich in oder an der Frucht verpuppen. Die Fliege ähnelt äußerlich stark den heimischen Frucht- oder Essigfliegen, die jedoch nur überreife und bereits verletzte Früchte befallen. Unter optimalen Bedingungen kann die Kirschessigfliege im Sommer in kurzer Zeit mehrere Generationen durchlaufen. Jede neue Generation befällt dann das aktuell reifende Obst. Sie bevorzugt warm-feuchtes Klima. Bei anhaltender Trockenheit und Temperaturen über 30 °C kann sie sich nicht mehr vermehren. Daher waren die Schäden 2015 hitzebedingt zunächst gering und nahmen erst Mitte September zu. Die feuchtwarme Witterung 2016 hingegen, begünstigte den Befall mit massiven Schäden ab Mitte Juli.

Ausbringen von Nematoden

Nematoden gegen Dickmaulkäfer mit dem AquaNemix ganz einfach ausbringen

Gegen die Larven von Dickmaulrüssler und Gartenlaubkäfer hat sich im professionellen Gartenbau der Einsatz von Nematoden bewährt und auch Hobbygärtner greifen inzwischen gern auf diese Methode zurück.

Naturgemäßer Schnitt von Obsthochstämmen

Naturgemäßer Schnitt von Obsthochstämmen

Die „naturgemäße Krone“ ist seit etwa 100 Jahren ein geläufiger Begriff in der traditionellen Schnittlehre des Obstbaus. Ausgehend von der Schweiz und dort als Oeschbergkrone konsequent weiterentwickelt ist sie auch heute noch die Grundlage einer modernen, baumschonenden und dennoch effizienten Hochstammpflege.

Natur des Jahres 2017

Schmetterling des Jahres 2017: Goldene Acht

« Foto: H. Ziegler

Schmetterling des Jahres

Goldene Acht

Die Goldene Acht (Colias hyale) wurde gewählt um auf den Rückgang des Falters aufmerksam zu machen.

Goldene Acht Raupe

Seine Raupen ernähren sich von Luzerne und Klee und brauchen naturnahe blütenreiche Wiesen oder Weiden, ein Lebensraum der zusehends schwindet. Die Falter sind von Mai bis Oktober zu beobachten und ernähren sich als ausgewachsene Schmetterlinge vom Nektar verschiedener Pflanzen. Die Männchen weisen eine gelbe und die Weibchen eine grünlich-weiße Färbung auf. Charakteristisch sind der namensgebende achtförmige, rot umrandete Fleck auf der Flügel-Unterseite, die dunkle Randbinde sowie die schwarzen und orangefarbenen Flecken.

Foto: D. Bartsch »

VGiD Verband der Gartenbauvereine in Deutschland e.V.

Dachorganisation der Obst- und Gartenbauvereine in Deutschland. Der Verband der Gartenbauvereine in Deutschland setzt sich für die Erhaltung der Gartenkultur und die Pflege der Kulturlandschaft ein. Er ist ein wichtiger Fürsprecher des Freizeitgartenbaus und Partner der Freizeitgärtner.

Kontakt

Kulturzentrum Bettinger Mühle
Hüttersdorfer Straße 29
66839 Schmelz

06887/90 32 99 9
sal-rlp@gartenbauvereine.de

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